| Bionic Commando |
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There are no translations available. Wieder ein Review für die alten Hasen! Aber nicht wegen der USK sondern der Retrospektive. Vor 20 Jahren hat der ein oder andere von uns schon mal Bionic Commando auf dem guten alten NES gezockt. Vor ein paar Monaten erschien dann "Bionic Commando: Rearmed" als kostenpflichtiger Download im PSN und XBL, was aber nur der Auftakt für das vollendete Bionic Commando auf unserem Next-Gen-Liebling war. Wie der aufpolierte Titel abschneidet lest ihr hier... Auge um Auge, Arm um ArmDer 2-D Sidescroller konnte damals mit Gameplay und Grafik überzeugen, was heute kaum vorstellbar ist, wenn man mal "Bionic Commando" und "NES" bei Youtube eintippt. Dennoch, der Titel war maßstabsetzend. Das spezielle an diesem Spiel war, dass der Titelheld "Super Joe" (Schade, dass die Helden unserer Zeit nicht mehr so heissen!) nicht springen konnte. Um trotzdem Hindernisse überwinden zu können, gebraucht Super Joe seinen bionischen Greifarm, der es ihm ermöglicht weite Strecken zu überwinden. 10 Jahre nach dem Sieg über die Imperialen fällt die Regierung Super Joe in den Rücken. Man verurteilt ihn und Nathan Spencer, der ihm zur Flucht verhalf, zum Tode, womit wir auf der PS3 angekommen sind. Super Joe wird abgelöst von Nathan Spencer und wird gesprochen vom Faith no More Sänger "Mike Patton". Am Tag der Verurteilung detonieren Terroristen eine Waffe, die ein Erdbeben mitsamt Verseuchung auslöst, und die Einwohner von Ascension City hinrafft. Kommt natürlich ungelegen, aber wie löst man das in Amerika? Richtig: Präventivschlag her. Wer käme da gelegener als ein bionischer Soldat? Den Greifarm gezückt und auf ins Spiel. So so!Also erstmal knappe 2 GB auf die Platte gedrückt, die Trophäen abgeglichen und ab dafür. Moment mal? Trophäen abgeglichen? Was soll das denn? Ziemlich interessant das ganze: Während des Spiels werden Nathan immer wieder Aufgaben gegeben, wie z.B. "Schwinge 30m ohne den Boden zu berühren" oder "Zerstöre 10 Polycrafts" und bei Erfüllung jener Aufgaben, erhält man die passende Trophäe. Man hat also einen eleganten Einbau von Trophäen ins Spielgeschehen, die man auch jederzeit ganz gemütlich im Pausemenü nachlesen kann. Fällt positiv auf! Beim erstmaligen Einlegen sticht auch direkt die aussergewöhnliche Menüführung auf, die ich jedem selbst zu entdecken überlassen möchte. Swing & ShootIch habe nicht schlecht gestaunt, als ich das erste mal mit Nathan von einem Haus in die Tiefe gesprungen bin. Dabei einen Cliff ausgefahren, kurz vor Landung den Greifarm abgeschossen und wie die Spinne zwischen den Häuserschluchten entlang geschwungen. Sieht nicht nur super aus, macht auch endlos Laune. Die Physik spielt dabei ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle: Wie ihr fallt, schwingt oder wie ihr Sachen durch die Lüfte schleudert, wirkt derart logisch, dass es eigentlich nur den Spassfaktor erhöht! Aber das ganze Spiel besteht natürlich nicht aus Schwingen, natürlich sind die Schergen der Imperialen Armee hinter euch her, die es auszuschalten gilt. Neben diesem "Swing & Shoot"-Gameplay habt ihr ebenfalls eine motivierende Trophyjagd und das einsammeln von Symbolen, die im NES-Stil gehalten sind. Viel zu viele davon, wenn man die Meinung des Redakteurs hören will, aber für Spieler die RPG-Elementen gegenüber nicht abgeneigt sind, bestimmt eine spassige Sache. Gegnervielfalt und eine bionische LungeErstes Manko was auffällt: Die Gegnervielfalt lässt etwas zu wünschen übrig. 3 unterschiedliche humanoide Boden-Einheiten und ca. 4 Biomechanische Kampfroboter. Das ist zu wenig! Dennoch bleibt der Spass gewährt, denn das Szenario ist stimmig und sieht klasse aus. Der zerrottete, zerstörte, verseuchte und kaputte Endzeit-Look ist super. So seht ihr Ascension City aus dem Herzen der Stadt, in Höhlenartigen Katakomben unter der Erde, an unberührten, mit Pflanzen bewachsenen, gar idyllischen Ecken und auch mal weitaus über dem Meeresspiegel in der Luft. Aufgrund der Verseuchung ist aber irgendwann auch schluss mit Schwingen und in die Höhe schiessen, was wirklich Schade ist. Man ist gerade schön im Fluss und schwingt von einer Laterne zur nächsten zerstörten Autobahnbrücke, da taucht auf einmal ein Radioaktiv-Symbol auf, was so viel heisst wie: "WENN DU NICHT INNERHALB VON 4 SEKUNDEN AUS DER ZONE VERSCHWINDEST, DARFST DU DIESES LEVEL NOCHMAL AB DEM SPEICHERPUNKT SEHEN!" Leider geht das ganze viel zu schnell. Wie oft ich allein gestorben bin, weil einem meist zu wenig Zeit bleibt um in die sichere Zone zurückzukehren... Nervig. Und Schade. Genau das gleiche gilt für's Ertrinken. Verständlich dass es sich mit einem Bleiarm nicht besonders gut schwimmen lässt, aber vielleicht hätten die Entwickler auch die Lunge des Helden etwas verbessern sollen. Meinetwegen auch bionisch. Aber drei Sekunden ist ebenfalls zu wenig. Sowas steigert nicht den Schwierigkeits-, sondern einfach nur den Genervtheitsgrad wenn man mal gerade einen Schwung verpasst hat. Murphys Law...Anfangs ist die Swing & Shoot-Mechanik noch etwas ungewohnt, aber man hat schnell den Dreh raus und es lässt sich überaus einfach damit spielen. Das Gameplay bei Capcom gross geschrieben wird, wissen wir von Titeln wie Lost Planet oder Resident Evil. Waffenwechsel, Schiessen, Arm-Attacken und klettern geht so leicht von der Hand, dass man sich nach der ersten halben Stunde komplett auf die Geschichte konzentrieren kann und nicht mit einer komischen Tastenbelegung zu kämpfen hat. Zwar hab ich gerade gesagt, dass das Schwingen an sich nach einer Eingewöhnungsphase ebenfalls sehr umgänglich ist, aber wie sollte es sein: Man schwingt durch ein deaktiviertes Minenfeld und -platsch- landet man im Wasser. Wahrscheinlich ist das Murphys Gesetz, dass ein perfekter Schwung immer dann auf sich warten lässt, wenn er benötigt wird. Jaja, der Umfang...Die angesprochene Gegnervielfalt findet sich auch bei den Bossen wieder. Es gibt ein paar vereinzelte Bosskämpfe, die wirklich toll in Szene gesetzt sind. Haushohe Bohrschlangen, ein Riesenkampfjet oder der faschistische Groeder machen euch die Hölle heiss und leisten Widerstand bis zum virtuellen Ableben. Klingt bis hierhin schonmal ziemlich brauchbar, leider gibt es davon viel zu wenig, und wenn es noch schön ist. Der Umfang des Spiels hält sich genauso in Grenzen. In 6 Stunden könnt ihr das Spiel durchhaben, nicht gerade viel, wenn man ebenfalls den Einfallsreichtum bedenkt. Im Prinzip ist es immer das gleiche: Lauft von Wegpunkt zu Wegpunkt und haut wahlweise alle Gegner kaputt. Die einzige Abwechslung die sich bietet: Hin und wieder muss ein Node gehackt werden, womit ein Minenfeld deaktiviert wird, was euch wieder zu einem neuen Wegpunkt bringt, und so weiter und so fort... Das ganze gibts selbstverständlich auch in der Multiplayervariante; Sprich: In Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Flag schwingt ihr euch auf sage und schreibe 12 Multiplayerkarten durch die Gegend, nichts was man nicht schon kennt, funktioniert auch genauso wie im Singleplayer, macht auch genauso viel Spass. Grafik & SoundEin zweischneidiges Schwert von der technischen Seite. Grafisch ist Bionic Commando kein Titel der bahnbrechend die Schranken sprengt, sieht ganz ansehnlich aus. Ganz nett eben. Aber die Weitsicht gepaart mit dem Endzeit-Szenario ist wunderschön, genau wie die Schärfentiefe-Verlagerungen. Die Charaktere sind super designt, aber leider zu grob. Soundtechnisch sieht das ganze ähnlich aus. Die Geräuscheffekte und die Musik sind absolut genial, aber leider wiederholt sich das ganze zu sehr. Die orchestralen Soundtracks sind übernommen vom NES-Original, allein dafür gibt es schon ein grosses Lob! Allerdings kommen zu oft die selben Lieder und die Soundeffekte wenn man ein Symbol eingesammelt hat oder eine Aufgabe geschafft hat, werden auch irgendwann nervig, wenn sie so penetrant und andauernd eingespielt werden. FazitWas soll man nur sagen? Ich bin hin- und hergerissen. Vom Ansatz her ein Supertitel, aber leider nicht zu ende gebracht. Bionic Commando ist ein sehr spassiger, nicht gerade abwechslungsreicher Actionkracher der besonderen Art. Die Schwingen und Schiessen-Gamelogik funktioniert super und macht Laune. Das motivierende Trophysystem und das tolle Szenario könnte ein guter Grundgedanke für kommende Titel sein. Leider mangelt es Bionic Commando deutlich an Umfang und dem nötigen Drive für ein Must-Have. Man sollte definitiv einen Blick riskieren, aber 70€, was Spiele heutzutage leider schon kosten, ist zu viel. Positiv
Negativ
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