| Yannicks View on Prince of Persia |
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There are no translations available. Anno ’89 kam das erste „Prince of Persia“ auf den Videospielmarkt und zeigte uns aus welchem Holz ein gutes Jump ’n Run geschnitzt ist. Ein nicht ganz so erfolgreicher zweiter Teil und ein verkorkster 3D PC-Ableger wollten das Spiel in Vergessenheit geraten lassen. Zum Glück übernahm Ubisoft ab 2003 die Produktion und hat uns ein Stück Geschichte geschenkt, was der Videospieler nicht so schnell vergisst. Die „Sands of Time“ Trilogie war einfach genial! Nun nach langem warten ereilt der Prinz die nächste (oder die aktuelle) Generation der Konsolen und zeigt sich im neuen Gewand. Wer wissen will, ob der neue Prinz dem alten das Wasser reichen kann, liest unseren Review… Don't mess with the Gods!Ich musste wirklich schmunzeln, als das Spiel begann und der Prinz nach seinem Esel Farah ruft. Schließlich war Farah die Prinzessin aus der letzten Reihe. Ihr seht also, Storytechnisch hängt der neue Teil nicht mehr mit den alten zusammen. Ein neuer Prinz, eine neue Prinzessin die euch in den Schoss fällt, ein neuer Look und ein altbewährtes Klettersystem. Die Geschichte erzählt einen Kampf von Licht und Dunkelheit, ihr müsst mit Ansehen wie der König von Ahura den Gott der Dunkelheit aus dem heiligen Baum befreit, besagter Gott verzapft natürlich jede Menge Unsinn und nur die schöne Elika kann das alles wieder geradezubiegen. Natürlich zeigt sich unser Prinz als echter Gentleman und schließt sich der Reise an. Man reiche mir die HandDie ersten Gehversuche stellen das Tutorial dar und machen euch mit der Steuerung bekannt, die simpel und intuitiv gehalten wurde. Neben Sprung- Angriffs- und Akrobatikknopf gibt es auch noch einen "Elika-Knopf", womit man Hilfe von der schönen Begleiterin bekommt, denn diese hat praktische Zauberkräfte die einem regelrecht das Leben retten können. Einen Tod wird der Prinz in diesem Spiel nicht erleiden, denn sobald ihr irgendwo runterstürzt kommt die rettende Hand der Prinzessin und rettet euch. Genauso im Kampf, wenn die rote Vignette im Bildschirm überhand gewinnt, der Spieler dem virtuellen Tod ins Auge sieht und auf den alles vernichtenden Schlag wartet, umgarnt euch Elika für einen Augenblick und ihr seid wieder wie neu. Das steigert den Spielfluss bis zur Maxime, allerdings fällt einem dann auch schnell auf, dass das Spiel viel zu einfach ist. Neben dieser rettenden Hand kann euch Elika auch noch zu einem Doppelsprung verhelfen und im Kampf ist ebenfalls voll einsetzbar. Wenn man an die pausenlose Action in der "Sands of Time" Saga denkt, wird man doch etwas überrascht von dem neuen Kampfsystem. Sobald ein Gegner auftaucht, wird eine kleine Sequenz eingeleitet, ihr seid nun im Kampf-Modus. Mit den verschiedenen Knöpfen auf eurem Joypad führt ihr Angriffe aus, deren Kombinierung für Abwechslung und Vielfalt sorgen. Leider besteht der Kampf dann doch nur aus etlichen Quicktime Events, was das ganze etwas herunterzieht. Lediglich der finale Gegner bietet da noch etwas mehr. Was auch noch ins Minus zieht, ist die Vielfalt der Gegner, nicht, dass ihr nur in jedem Kampf gegen einen kämpft, es gibt auch leider nur 6 verschiedene Gegner im gesamten Spiel. 4 Endbosse die am Ende jedes Levels auftauchen, einen finalen Endboss und einen Schergen, der zwischendurch mal auftaucht. Nicht dass ihr fallt, junger PrinzNeben diesem etwas mißlungenen Kampfsystem bleibt aber immer noch die wahnsinnig tolle Akrobatik die wir aus der vorherigen Saga kennen. Wallruns und Walljumps sind weiterhin kein Problem für unseren Prinzen und sind gerade zu zeichnend für dieses Spiel. So rennt ihr per Knopfdruck an der Wand entlang, springt von Säule zu Säule, lauft an der Decke oder hangelt euch an Felswänden entlang. Toll dass da die Weitsicht mitspielt und man quasi immer einen kompletten Überblick über Geschehen und Umgebung hat! So kämpft und hangelt ihr euch durch die Level um am Ende der Passage gegen einen der angesprochenen 4 Endbosse anzutreten, die sich aber nach dem Kampf aus dem Staub machen und man sich fragt, wofür man das alles gemacht hat. Aber da kommt nochmals Elika ins Spiel, die die Level auf Knopfdruck "heilen kann", das hat zur Folge, dass es nicht mehr grau und heruntergekommen aussieht, sondern nun alles in der Natur schönster Farben prangt. Wow! Ich für meinen Teil brauchte nach der ersten "Heilung" ein paar Minuten um meine Kinnlade wieder an Ort und Stelle zu setzen. Aber dann geht's auch schon weiter, denn mitsamt jener Heilung werden auch die Lichtsamen sichtbar, die es alle einzusammeln gilt. Damit würden wir dann auch zu dem *echt ätzendem* Teil des Spiels kommen... Die Idee Objekte in die Landschaft einzubauen, die man klettertechnisch alle einsammeln muss, ist an sich keine schlechte Idee, aber das ganze nach Vollendung des Levels? Ich hätte es besser gefunden wenn man auf dem Weg zum Boss auch schon Lichtsamen sammeln könnte und am Ende noch die letzten paar holt. Denn so spielt man jeden Abschnitt mindestens zweimal. Schließlich braucht ihr die Lichtsamen um insgesamt 4 Kräfte freizuschalten, die euch an bestimmten Plattformen die Möglichkeit des Fliegens, Katapultierens, Teleportierens oder einen Lauf gegen die Schwerkraft aufweisen. Pokémon-Spieler und Messies werden wahrscheinlich hier ihre wahre Freude finden, Freunde der schnellen Action werden daran verzweifeln, denn die ganze Sucherei stoppt meiner Meinung nach den Spielfluss, der doch sonst so überwältigend gut ist! Keine Ladezeiten, keine Tode, kein gar nichts. Aber Lichtsamen! Grafik und SoundDie Grafik in dem neuen "Prince of Persia" weiß mit Cel-Shading-Look zu gefallen, die Weitsicht ist überragend, die Farbenpracht in Dunkelheit und geheilten Gebieten atemberaubend und die Effekte sind wunderschön! kurz: Es sieht einfach geil aus! Die Umgebungen und Level sind schön gestaltet, bieten Abwechslung und dank wachsenden Kräften sieht man auch immer neue Teile der verschiedenen Abschnitte. Hin und wieder tauchen ein paar Rätsel auf, die leider viel zu rar sind. Zwar werdet ihr hier und dort ein paar Detailarme Stellen entdecken, aber die Atmosphäre und die Schönheit dieser Welt wissen solch kleine Fehler gut zu verstecken. Der Sound unterstreicht wunderbar das ganze Geschehen und kann mit einem super Soundtrack auch die kritischen Ohren überzeugen. Auch die deutschen Sprecher machen ihre Sache wirklich ausgesprochen gut, das liegt auch nicht zuletzt daran, dass scheinbar endlos viele Dialoge aufgenommen wurden, so kann man jederzeit frei wählbar Dialoge der beiden Charaktere anhören, die mit vollständiger Lippensynchronität und Humor punkten können. Toll Ubisoft, was Grafik und Sound angeht, sollten sich manche bei euch eine Scheibe abschneiden! Mein Fazit:Technisch macht "Prince of Persia" alles richtig. Grafik und Sound sind Top, Gameplay und Story sind solide. Die Kletterpassagen machen Laune und die Coolness die im Subtext mitschwingt rundet die Charaktere und Atmosphäre ab. Mit einer Spielzeit von ca. 12-15 Stunden ist auch der Umfang nicht von schlechten Eltern, allerdings ist der Ablauf zu linear. Was ins Minus fällt ist das langweilige Kampfsystem und die nervige Sucherei nach Lichtsamen. Für ein waschechtes Prince of Persia ist mir hier zu wenig Kampf und zu wenig Rätsel! Positiv
Negativ
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