| XBOX 360 - Mass Effect - Der Expertenview |
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There are no translations available. Der Name „Bioware“ ist untrennbar mit starken Roll Playing Games wie „Knights Of The Old Empire“ oder „Jade Empire“ verbunden. In ihrer neuesten Schöpfung beweist die preisgekrönte Games-Schmiede wieder einmal, welche wichtige Instanz sie im RPG-Genre ist. Mit „Mass Effect“ gelingt Bioware, dieses Genre auch noch weiter zu entwickeln. Die StoryNachdem die Menschheit im Jahre 2148 auf der Mars-Oberfläche außerirdische Technologie gefunden hat, lernt sie schnell die Wissenschaft der „Massenwirkungsfelder“ zu beherrschen. Dank dieses Mass Effects kann sich die Menschheit nun mit Überlichtgeschwindigkeit in der Galaxie ausbreiten und wächst bald zu einem bedeutenden Reich mit unzähligen Kolonien. Im Jahr 2157 findet erstmals der Kontakt mit anderen raumfahrenden Zivilisationen satt, der aber nicht friedlich bleibt. Um diese Konflikte zu schlichten, schaltet sich das speziesübergreifende Regierungsorgan Citadel Council ein, das später der Menschheit auch eine Botschaft in der „Citadel“ ermöglicht. Soweit zur trockenen Vorgeschichte. Und nun, im Jahre 2183 schlüpfen wir in die Rolle des jungen Commander Shepard, der in der Crew der Normandy, dem modernsten Raumschiff-Prototypen der „Human Alliance“, dient. Relativ zu Beginn des Spiel-Verlaufes wird Commander Shapard in den Rang eines „Spectres“ (eine Art intergalaktischer Geheimagent) erhoben, um nun als Captain der Normandy zusammen mit anderen verbündeten Rassen für Frieden in der Galaxie zu sorgen. Denn dieser Frieden ist gefährdet ... GameplayGanz zu Begin des Spiels werden zunächst mal einige wichtige Entscheidungen getroffen, die den weiteren Spielverlauf beeinflussen können. In zahlreichen Optionen wird zuerst einmal die Identität unseres Game-Helden definiert. Abgesehen von der Auswahl des Geschlechtes, des Vornamens, der persönlichen Hintergrundgeschichte und der speziellen Fähigkeiten, kann der Character, wie mittlerweile in vielen Games üblich, auch visuell durch einen Face Creator bearbeitet werden. Mit genau diesem individuellen Aussehen erscheint er dann natürlich auch in den zahllosen Ingame-Movies, die uns durch das Spiel begleiten. Im Spielverlauf wechseln sich immer wieder Action-, 3rd Person Shooter- und Rollenspiel-Gameplay ab. Und erstaunlicherweise funktionieren alle drei Spiel-Elemente gut und harmonieren miteinander. In dieser Richtung haben die Macher von Mass Effekt dem RPG-Genre tatsächlich einen Benchmark gesetzt. {moseasymedia media=/media/xbox/mass/vidmasseffecte32007hi.flv width=320} Die Navigation durch die unglaublich vielen und alternativen Dialoge funktioniert intuitiv und basiert eher auf der Auswahl emotionaler Schlagworte, als auf der letztlich getätigten Aussagen, was den Wortwechseln mit anderen Protagonisten eine filmisch überzeugende Note verpasst. Je nach Auswahl der Entscheidungen in den Dialogen, kann die Geschichte neue Wendungen nehmen und unseren Character zu einer eher edelmütigen oder eben einer abtrünnigen Person entwickeln.Nicht zuletzt für die immer wieder auftretenden und unvermeidbaren Kampfsituationen, ist man meistens mit 2 Chrew-Mitgliedern aus seinem bis zu sechsköpfigen Squad-Team unterwegs, deren Fähigkeiten man immer wieder einsetzen kann und denen man im Kampf einfache Befehle erteilen kann. Wie gut und effizient diese Befehle dann ausgeführt werden, ist ein anderes Kapitel. Denn ab und zu bleiben die Mitstreiter an irgendwelchen Gegenständen hängen oder wandeln ein wenig orientierungslos über den Kampfplatz. Hier wäre noch Potenzial gewesen, etwas mehr in die KI zu investieren. Ansonsten stehen Commander Shepard und dem dazugehörigen Team ein reicher Fundus an unterschiedlichen Waffen, Panzerungen und Werkzeugen zur Verfügung, die jeweils wieder mit zahlreichen Upgrades versehen werden können. Und mit jedem gewonnenem Kampf oder andersartig gelöstem Fall, wachsen zudem der Erfahrungsstand des Helden und seiner Begleiter und damit ihre Fähigkeiten. Look and FeelEs ist schon erstaunlich, wie dicht und packend Bioware die Atmosphäre von Mass Effect gelungen ist. Zwar bietet das Spiel keine vollkommen frei begehbare Welt, wie beispielsweise in „Oblivion“, doch die über 100 zu entdeckenden Planeten und etwa zwei dutzend zu bereisenden Welten lassen den Spieler in das Abenteuer eines Weltraumfahrers und Entdeckers versinken. Einzig negativ auffallend ist, dass die meisten Außenwelten doch recht karg und vegetationslos geraten sind – genauso wie man in Gebäuden oft recht leeren Räumen und Gängen begegnet. Die vielen Dialoge und Story-Movies, die auch in der deutschen Synchronisation mit lippensynchronen und filmisch gut inszenierten Animationen dargestellt werden, lassen sogar zwischenmenschliche Emotionen glaubhaft erscheinen. So glaubhaft, dass Mass Effect in Singapur wegen einer eher harmlosen Liebesszene zwischen einem Menschen und einem Alien beinahe keine Jugendfreigabe bekommen hätte. Ja, auch diese Emotionen spielen in Mass Effect eine Rolle.... Sowohl das Concep-Design als auch der Synthesizer-lastige, sphärische Soundtrack rufen viele angenehme Erinnerungen an Science Fiction der 80er Jahre wach. Von „Blade Runner“ bis hin zu „Star Trek“ oder „Star Wars“. Grafik und SoundGrafisch gesehen ist Mass Effect absolut gut unterwegs. Die atmosphärischen Effekte und Himmel der Außenwelten, sowie die Character-Animationen im Allgemeinen brauchen sich nicht zu verstecken. Oft hat man den Eindruck, dass durch eine Art Film-Korn Effekt sogar ein ganz eigener Look gelungen ist. Trotz aller visuellen Schönheit von Mass Effect trübt die Tatsache, dass es immer wieder zu Framerate-Einbrüchen und aufpopenden Texturen kommt, einwenig das Gesamtbild. Aber damit lässt es sich ganz gut leben. Wirklich unverständlich ist hingegen, dass die deutschsprachige Standard-Version von Mass Effect keine englische Sprachausgabe bietet. Das ist wirklich Schade, da in der Original-Version die Schauspieler vieler bekannter Serien oder Filme den Spiele-Characteren ihre Stimmen leihen. Zum Beispiel Marina Sirtis (Star Trek: The Next Generation) oder Lance Henriksen (Aliens, Millennium). Der bereits erwähnte Soundtrack von Jack Wall (der auch schon für den Soundtrack von Jade Empire verantwortlich war) schafft eine großartige Atmosphäre, und verdichtet auf diese Weise noch mal das ganze Game. Gut gelungene Sound-Effekte, machen die Sache akustisch komplett. Fazit:Unter den Roll Playing Games setzt Mass Effect mit seiner gelungenen Mischung verschiedener Game-Plays neue Maßstäbe, die in Zukunft auch sicher Nachahmer finden werden. Trotz der hohen Erwartungen enttäuscht das Spiel nicht. Abgesehen von einigen kleinen Schwächen bei Performance und Level-Design, sorgt Mass Effect viele Tage und Wochen lang für ein spannendes Weltraum-Abenteuer, das viel Freude bereitet. Und wer auch noch auf die ganz eigene Romantik der 80er Jahre Science Fiction steht, kommt um Mass Effect ohnehin nicht herum. In diesem Sinne: Auf zu fremden Welten, „die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“...
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