Yannicks View on M.A.G.

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Massenschlachten zu 256 Mann auf der PS3? Zipper Interaktive und Sony machen es möglich.

Lest hier weiter um zu erfahren, ob das ganze auch praktisch funktioniert...


Massive Action

Als es hiess, dass bei Resistance 2 Multiplayermodi mit bis zu 64 Spielern möglich seien, und das ganze auch noch ohne Ruckler, stockten viele, wurden aber positiv überrascht. Das war etwas ganz besonderes! Normalerweise spielt man auf Konsolenshootern höchstens bis zu 32 Spielern, und das auch nur bei wenigen Vertretern, meist sind noch weniger Spieler auf den Karten erlaubt.
Dann kam MAG (Massive Action Game) und Sony versprach uns Matches von 256 Spielern. Schier unmöglich. Ich habe das nicht jedenfalls nicht geglaubt.

Auf der Gamescom kam ich dann in den Genuss MAG live zu spielen, allerdings "nur" mit 63 anderen Spielern, das kannte ich bereits von Resistance 2. Jetzt erscheint MAG exklusiv für die Playstation 3 und will mich mit Punktesystem, Ranglisten und Riesenschlachten überzeugen.

Kein Gerede

In MAG gibt es keine Geschichte. Es ist ein reiner Multiplayershooter. Ohne Internetanbindung ist dieses Spiel leider unbrauchbar (heutzutage hat zwar jeder einen DSL-Anschluss, aber es musste ja gesagt werden). Ganz richtig ist das allerdings auch nicht. Eine Geschichte gibt es schon, einen Storymodus gibt es nicht:
Zukunft. Privatarmeen. Dritter Weltkrieg passé.
Eine Geschichte ist das nicht. Es ist in etwa wie "Schatz, ich hatte Durst und musste mir einen Kasten Bier kaufen!". Eine zweckdienliche Ausrede eben.
Genannter Privatarmeen gibt es drei Stück. "S.V.E.R.", "Raven" und "Valor". Zu Beginn des Spiels entscheidet ihr euch für eine dieser Armeen und jener Universen. Einmal entschieden gibt es kein zurück mehr. Vorteile hat keine Armee, es gilt nur, wer sich womit identifizieren kann. "S.V.E.R" stellen die Rebellenfraktion dar und sammelt Soldaten aus China, Indien und Russland. "Raven" sind Österreicher und haben viele Zuläufer aus Europa, stehen für Disziplin und Fortschritt. "Valor" decken die USA, England und Mexiko ab und geben das Image der Rambo-Fraktion ab.

Ich finde Charakteranpassung immer eine unterhaltsame Sache, leider konnte ich zu Beginn nur einen von 5 Köpfen auswählen und das wars auch. Später kann man mehrere Extrasachen über den Rang freischalten, dazu später mehr. 'Ist ja auch nicht so schlimm, ich spiele MAG sowieso nur aus der Egoperspektive'.
Achja. Ein Egoshooter. Was gibt es hier eigentlich noch zu erzählen? MAG ist ein Egoshooter. Ende des Berichts.

Spass beiseite.

MAG steuert sich wie der ganze Rest an Killerspielen und bedient sich auch an den gängigen Steuerungslayouts. Die Enginge ist besser als bei Killzone 2, das kann ich sagen, sonst ist mir von der Bedienung her nichts negatives aufgefallen. Springen, schiessen, Granaten, anvisieren, Medikit. Alles da. Kennt man. Auch das Levelsystem ist aus Spielen wie Call of Duty oder Battlefield schon populär geworden.
Zunächst könnt ihr zu 64 Mann auf den Karten rumhüpfen, sobald man Level 8 erreicht hat, kann man dann alle anderen Spielmodi wie Herrschaft, Sabotage und Team Deathmatch spielen. Die Modi sind genretypisch und bekannt, nichts besonderes. Durch das einnehmen von Punkten, erfüllen von Aufgaben und natürlich neutralisieren von Gegnern erhält man Punkte, die einem das Aufleveln ermöglichen und womit man neue Items freischaltet, wie zum Beispiel Rotpunktvisier, Schalldämpfer oder ein neues Sturmgewehr.
Was den Umfang angeht, finde ich das etwas dürftig, zu wenig Spielmodi, aber so wie man das kennt werden neue Modi über kostenpflichtige Download Contents nachgereicht.

 

So folget mir!

In der Praxis funktioniert das Vorhaben immer nur bedingt. Zum einen werdet ihr immer an den gleichen Spawnpunkten zurückgesetzt, gepaart mit Spawnintervalls von 20 Sekunden. Das heisst zum einen dass man viel wartet und dass man fast immer ziemlich viel laufen muss um zum Punkt des Geschehens zu kommen. Ich frage mich wie es anders hätte gelöst werden können und komme auf keine Lösung. Alles andere würde noch mehr Chaos anrichten und das ganze wahrscheinlich unspielbar machen. Nervig finde ich es dennoch. Sterben. 20 Sekunden warten. Über die halbe Map marschieren. Sterben dank Sniper. 20 Sekunden warte... ihr wisst worauf ich hinaus will.Natürlich ist es hier ziemlich sinnvoll sich mit einem Scharfschützengewehr an einen Spot zu setzen und über die ganze Map zu schiessen, aber Teamplay ist das ja auch nicht. Alleine mit einem Sturmgewehr rumzurennen ist ebenfalls grenzwertig, weil man in MAG alleine herzlich wenig ausrichten kann. Nicht umsonst ist das ganze Squad-basiert. Ihr habt 8 Leute in eurem Squad, je nach Spielmodus bis zu 16 Squads, etcpp. Wenn man nicht zusammen arbeitet kommt man nicht zum Schuss (Haha!). Das heisst, packt das Headset aus und werdet richtig nerdy. Vielleicht macht ihr es ja zum Squad-Leader und befehligt den Hubschrauber! Als ein solcher Leader befehligt ihr eure 8 Mann und verteilt Aufgaben. Wenn diese erledigt werden, werdet ihr und eure Mitspieler mit Punkten belohnt.

 

Grafik & Sound

 

Natürlich gibt es bei 256 Leuten auch dementsprechende Karten. Das gute Design steigert die Abwechslung, und je nach Aufgabe ist es immer an einem anderen Knotenpunkt am brennen. Die grossen Karten, 256 Leute, was wird wohl dann leiden? Richtig: Die Grafik. Aber keine Sorge. Schlecht sieht MAG nicht aus. Nur eben etwas angestaubt und nicht zeitgemäß. Das nehme ich aber gerne in Kauf, wenn mir dafür eine technisch so grosse Leistung geliefert wird. Der Sound hingegen ist gelungen. Das Geballer klingt akzeptabel, die Musik ist auch völlig in Ordnung, die Synchro ist schlecht und wiederholt sich. Alles in allem solide.

Fazit


MAG ist für einen Multiplayer-Shooter gut geworden. 128 Teamkollegen die sich ruckelfrei auf den riesigen Karten tummeln ist ziemlich cool. Das ganze bringt natürlich Chaos mit sich, aber wie sollte man das vermeiden? Zipper Interactive konnten ihre Anforderungen gerecht werden und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das auch auf die bestmöglichste Art und Weise getan haben. Teamplay ist hier das Stichwort, wer das nicht einhält, wird schnell sehen woran er ist.



Positiv:

- Matches mit einer enormen, nie dagewesenen Anzahl an Spielern, Lagfrei
- Charakteranpassung
- Levelsystem
- Technische Leistung

Negativ:

- Grafik leidet
- Viel Warten
- Viel Laufen
- Viel Chaos
- Ohne Teamplay beinahe unspielbar


Yannick De Decker
About the author:

...schrie er aus, als sein Blick von seiner immer größer werdenden Filmsammlung zu dem Bildschirm seines Macs schwenkte.

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