Haze von Ubisoft - Yannick's View

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"Südamerika im Jahr 2048. Sergeant Shane Carpenter wurde gerade erst mitten in den bequemsten Krieg der Geschichte versetzt. Das Leben auf dem Schlachtfeld ist einfach für die Privatarmee der Mantel Global Industries - dominant auf dem Schlachtfeld dank der besten Rüstung, der besten Fahrzeuge, der besten Waffen und der besten medizinischen Unterstützung. Am wichtigsten jedoch, sie verfügen über Nectar - eine leistungsfördernde Substanz, welche es Soldaten wie Carpenter erlaubt, ihre Körper über ihre Grenzen hinaus zu belasten. So denken sie zumindest..."

 

Ein Glas Nectar bitte! 

Hazee
Ubisoft hat uns als Publisher in letzter Zeit viele nette Schmankerl gebracht. Assassins Creed und Rainbow Six Vegas 2 haben grossen Anklang gefunden und auch an die Wii hat es viele mit Rayman Raving Rabbids vor dem Fernseher gefesselt. Free Radical - auch ein Name der in vielen Köpfen auf tolle Erinnerungen stösst. Man denke da an die sagenhafte Time Splitters-Reihe und das innovative Second Sight.

 

Diese beiden kooperieren nun und präsentieren uns ihren Egoshooter "HAZE".

Ihr übernehmt die Rolle von Shane Carpenter, einem Mantel-Trooper, der in den Krieg zieht, gegen den rebellischen Aufstand der "Promise Hand". Zur Hilfe habt ihr neuartigste Waffen, supermoderne Vehikel und natürlich den nicht allzu süsslichen Nectar.

Diesen könnt ihr per Knopfruck injizieren und pusht damit alles, was es zu pushen gibt. Ihr könnt weiter sehen (zoomen), seid um einiges schneller und natürlich bärenstark.

Was positiv auffällt ist die optische Untermalung beim Nectarzufuhr. Die Sicht zerrt sich wie eine Vertigofahrt, die Gegner leuchten auf, alles in allem wirkt das Spiel dann hektischer. Toll!

Im Laufe des Spiels lernt ihr auch noch die andere Seite des Krieges kennen. Wie, möchte ich nicht verraten, da sich die Story doch als recht interessant und spannend erweist.

Als Rebel seid ihr agiler, könnt aber keinen Nectar verwenden. Zumindest nicht für euch! Denn ihr habt drei verschiedene Möglichkeiten um den Nectar gegen die Mantel Troops einzusetzen: 

  • Das Nectar-Knife - ein Messer, getaucht in die kostbare Flüssigkeit dient z.B. als Wurfgeschoss
  • Den "Nectar-Administrator" selbst zerstören - Jene Apparatur befindet sich am Rücken eines jeden Mantel-Troopers. Seine Zerstörung löst eine Überdosis Nectar-Zufuhr aus.
  • Die Nectar-Granate - Der "Nectar-Administrator" wird vom Rücken des toten Troopers abgeschraubt und an die Granate geheftet.

Sobald ein Trooper mit eine dieser drei Varianten verletzt wurde, "rastet" er förmlich aus. Die sonst gelbe Rüstung wird rot, und er schiesst nun auf alles was sich bewegt. Im Multiplayer ist dies sehr passend gelöst. Bei einer Überdosierung Nektar, könnt ihr aufgrund optischer Veränderungen nicht mehr zwischen Freund oder Feind unterscheiden. Sobald der Pointer auf etwas bewegliches zeigt, ballert ihr los, ohne Kontrolle. 

Kill or be killed

So schiesst ihr euch nun fortan durch die Level und seht zu wie die Gegner sich dezimieren. Leider ist das ganze nicht wirklich abwechslungsreich, hin und wieder mit einem Jeep rumcruisen, aber das wars auch eher. Man hätte an dieser Stelle noch am Waffenarsenal etwas rausholen können, denn 6 mobile Waffen sind leider zu wenig. Wenigstens sind die Level gut gestaltet. Daran könnte sich so manches Videospiel eine Scheibe abschneiden, die Umgebungen sehen authentisch aus, sind verhältnismässig gross und bieten unterschiedlichste Blickwinkel, wirklich toll. Angenehm, dass es da innerhalb der Level keinerlei Ladezeiten gibt. Na gut, HAZE macht es sich ja auch mit 4 GB auf der PS3-Platte gemütlich.

Unter diesen Umständen kann ich auch die etwas längeren Ladezeiten in Kauf nehmen, die beim Tod in den etwas knackigeren Schwierigkeitsgraden auftreten. 

Soweit sogut?

Bis hierhin schon, aber weiter nicht, denn eine gute Story und gut gestaltete Level machen leider nicht alles wett.

Gameplay, Grafik, Abwechslung, Umfang, an solchen Begriffen setzen Spieler ihre Kaufentscheidung.

Das Gameplay ist fummelig bis frustrierend, besonders bei den Jeep und Buggy Abschnitten hat es mich viele Anläufe und Nervenzusammenbrüche gekostet. Die Grafik ist absolut nicht mehr auf dem neuestem Stand, das Spiel läuft nur in 1024x576, wird aber dank PS3 auf 720p hochskaliert. Clipping Fehler, verwaschene Texturen, Verbündete die aus den Händen schiessen, weil noch keine Waffe geladen ist, das sind Sachen mit denen man rechnen muss.

An dieser Stelle sei noch gesagt, dass Hazes' Grafik nicht an allen Ecken und Pixeln negativ auffällt. Die Explosionen, die optischen Veränderungen bei Nectarzufuhr und die Rüstungen der Mantel Trooper sehen wirklich toll aus. Ausserdem läuft das Spiel komplett ruckelfrei, was auch sehr schön ist.

Worauf ich persönlich viel acht gebe, das Voice Acting. Wohingegen noch die Trooper echt gut gesprochen sind, gehen einem die Rebellen regelrecht auf die Nerven. Das Brüllen ihrer Sprüchlein ist zwar anfangs noch relativ unterhaltsam, aber mit der Zeit wiederholen sich diese immer wieder. Im Allgemeinen klingen die Stimmen nicht überzeugend und überspitzt. Besonders den Protagonisten hat es hart getroffen. Eure Figur klingt weinerlich und nicht im Ansatz wie ein Kämpfer oder ein Rebell.

Der Sound hingegen klingt besser als so manch dagewesenes. Der Waffensound ist authentisch, Musik setzt gezielt an den richtigen Stellen ein und untermalt das Geschehen dank toller Komposition. Wären die Voice Actors noch überzeugender und hätten nur die Hälfte an den Sprüchen verballert wäre der Sound für mich perfekt gewesen.

Today is the day Mantel will fall

Wie bereits angesprochen bietet HAZE nicht sonderlich grossen Umfang. Gerade mal 6-8 Stunden seit ihr mit der Story beschäftigt, der Koop rettet da noch ein kleines bischen. On- oder offline könnt ihr die Kampagne mit bis zu vier Spielern spielen, was natürlich mehr Spass bereitet als alleine. Des weiteren würde ich jeden menschlichen Mitspieler eines KI-Kollegen vorziehen, denn die KI hat die Intelligenz eines grossen Steins. Ständig läuft euch ein Kamerad vor die Flinte, läuft schreiend in den Gegner rein, wo man sich doch gerade so schön angepirscht hatte, steigt nicht auf euer Fahrzeug auf, stellt sich vor den Gegner und schiesst nicht, jaja... die KI hat mir viel Freude bereitet...

Im Multiplayer habt ihr sonst die Möglichkeit zwischen Deathmatch, Team Deathmatch und Team Assault zu wählen. Erste beiden Modi sind wahrscheinlich jedem ein Begriff, Team Assault kennen vielleicht die Unreal-Spieler unter uns. In jedem Level gibt es eine Aufgabe, beispielsweise müsst ihr Nectar-Tanks zerstören oder beschützen oder den Start einer Rakete vereiteln bzw. durchführen.

Gespielt wird Mantel gegen Rebellen - bis zu 16 Spielern, wobei meine persönliche Einschätzung ist, dass es die Mantel-Truppen ein bischen leichter haben, besonders wegen der Nectar-Optik. Die Maps sind teilweise sehr dunkel, da ist ein leuchtender Gegner natürlich sehr von Vorteil.

Fazit

Mal geradeaus: HAZE ist leider nicht das erhoffte Überspiel geworden. Zwar ist die Nectar-Option irgendwo innovativ und spassig, aber auf Dauer etwas eintönig. Die Story und die Levelgestaltung sind genial, doch die zu kurze Kampagne, die nervigen Sprüche und das frustrierende Gameplay bremsen den Spielspass. Bei einem Zockerabend zu viert, solltet ihr eventuell doch in der hiesigen Videothek mal nachfragen, denn gerade im Koop macht HAZE eine gute Figur.

Positiv:

  • Nectar-Hektik
  • Tolle Levelgestaltung
  • Optische I-tüpfelchen bei Nectarzufuhr
  • Koop bis zu vier Spielern
  • Spannende und gut in Szene gesetzte Story
  • Authentischer Sound

Negativ:

  • Veraltete Grafik
  • Nervige Rebellensprüche
  • Zu wenig Waffen, zu kurze Kampage, Umfang zu klein
  • Gameplay frustrierend
  • Dumme KI

Trailer

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Walkthrough

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Yannick De Decker
About the author:

...schrie er aus, als sein Blick von seiner immer größer werdenden Filmsammlung zu dem Bildschirm seines Macs schwenkte.

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