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Vivienne Westwood "Les femmes ne connaissent pas toute leur coquetterie." La Rochefoucauld (1613-1680), Maximes. "Frauen sind sich ihrer Koketterie nicht vollkommen bewußt." Doch Vivienne Westwood, die mit dieser Maxime von La Rochefoucauld die Präsentation einer ihrer Kollektionen überschrieb, ist sich ihrer sehr wohl bewußt - und Frauen, die nur ein einziges Mal eine ihrer Kreationen anprobiert haben, ebenfalls.
Mit einem Mal, beim Anblick ihrer selbst in einer hervorragend geschnittenen Jacke oder in einem der Figur schmeichelnden Jerseykleid, erfährt sie durch das Bewußtwerden ihrer Schönheit, ihrer Stärke und der geradezu überschäumenden Kraft ihrer Femininität eine berückende Verwandlung. In nur wenigen Sekunden ist sie eine andere Frau geworden. Eine Vivienne-Westwood-Frau. Die Vivienne-Westwood-Frau ist eine Heldin. Die Heldin ihres Lebens, eine durch und durch moderne Frau, die in der Geschichte, den Künsten und im Drama zu Hause ist. Faszinierend, hinreißend, inspirierend - man könnte meinen, diese Worte seien für sie erfunden worden. Es erwartet sie kein gewöhnliches Schicksal. Andere sollen ruhig sagen, daß diese Welt den Männern gehört. Sie weiß, daß ihr die Welt und die Männer zu Füßen liegen, und aus der schwindelerregenden Höhe ihrer ultrahohen Absätze genießt sie ihre Macht. Die Vivienne-Westwood-Frau ist eine Königin, kühn schwingt sie Reichsapfel und Zepter ihrer Weiblichkeit. Einer Weiblichkeit mit spielerischem Touch, denn sie liebt es, sich auffallend zu kleiden. Einmal ist sie die ”Anführerin” an der Spitze eines stolzen schottischen Clans, in prächtigem Schottenkaro und extravagant federgeschmückter Baskenmütze, dann wieder tritt sie als französische Kurtisane auf, deren aufreizende Formen sich in das Korsett des 18. Jahrhunderts - in gewagter Interpretation der Modeschöpferin - schmiegt. Eine Weiblichkeit von kraftvoller Erotik, in höchstem Maße provokativ, gleichzeitig jedoch aufrichtig, fast unschuldig, denn sie bleibt stets sich selbst und ihrem Streben treu. Als Vivienne Westwood sich schließlich entschloß, ein Parfum zu kreieren, sollte es ebenso außergewöhnlich sein. Ein Parfum, das die Frau, die es trägt, durch die Bewußtwerdung ihrer Sinnlichkeit verwandelt. Ein Parfum, das zu exotischen Bildern und überschwenglichen Stimmungen inspiriert. Ein Parfum, das seinen Reichtum aus den erhabensten Traditionen der Vergangenheit und dem Versprechen künftigen Glücks schöpfen würde. Ein Parfum, das der intimste Besitz einer Frau werden würde, das Wesen ihrer Weiblichkeit. Dieses Parfum heißt... Boudoir Boudoir. Ein Name, der die Privatsphäre einer Frau definiert, ein intimer Ort, wo sie verwandelt ist, ein Ort, wo sie in die Rolle ihrer selbst oder von jemand anderem schlüpft, ein Ort, wo sie sich ihren Fantasien hingibt und innere Harmonie findet, ein Ort, von dem aus sie schließlich aufbricht, um, wie die stolze Heldin ihrer Träume, die Welt zu erobern. Boudoir. Ein Name, im dem Eleganz und Luxus, ein gewisses Savoir-vivre mitschwingen. Ein Name, der die Vornehmheit eines goldenen Zeitalters, die Erotik eines Gemäldes von Boucher oder den Geist von Ninon de Lenclos heraufbeschwört, einer Dame des 17. Jahrhunderts, die für ihre Ausschweifungen, aber auch für ihre Schönheit und ihren Esprit berühmt war. Und für ihren Salon, den Saint-Evremond, Molière und Voltaire besuchten, und für die Schar ihrer vornehmen Liebhaber. Boudoir. Ein Name, der in gewisser Weise modern und dennoch zeitlos klingt. Ein magisches Gefäß, das eine Frau mit ihren Vorstellungen füllt. Boudoir ist ein virtueller Ort. Der imaginäre Raum, der eine Frau umgiebt, wenn sie ihre Augen schließt und ihre Haut, die zart geschwungene Linie ihrer Schulter, ihren Hals mit Parfum benetzt. So intim, so voller Fantasie, so überwältigend sinnlich. Boudoir (budo'a:r): Kleines elegantes, privates Damenzimmer (frz., "elegantes Damenzimmer"). (Wahrig Deutsches Wörterbuch) ”La Petite Morphée” von Francois Boucher (1732) Alte Pinakothek, München "Für mich vermittelt dieses Gemälde die Atmosphäre des Boudoirs. Ich sehe es als äußerst intimen Raum, und genau deshalb mag ich den Namen Boudoir so sehr. Mir gefällt die Idee von etwas sehr Intimem im Raum. Man wird zum Voyeur, wenn man hineinschaut, und die Frau ist sich nicht bewußt, daß jemand sie beobachtet. Es ist deshalb so interessant, weil sie mit dem Rücken zum Betrachter steht und sich in einer Art Träumerei befindet." (Vivienne Westwood)
Ein Duft von moderner Dimension Erlebt man Boudoir, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, ob irgendein lang vergessenes Parfum auf wundersame Weise wieder zum Leben erweckt wurde, denn es besitzt die herausragende Größe berühmtester Duftkompositionen. Üppig in seiner vordergründigen Schlichtheit ist es in Wirklichkeit ein höchst komplexer Duft, eine exquisite Mischung aus Unschuld und Sinnlichkeit, eine kraftvolle Dualität, die ihm gleichzeitig einen höchst zeitgemäßen Reiz verleiht. Kreiert wurde Boudoir von Martin Gras von Dragoco. Als Ouvertüre eröffnet der Duft mit Viburnum-Blüte, eine frische, prickelnde Note, die nie zuvor in der Parfümerie verwendet wurde und mit Hilfe der exklusiven AuraScent®-Technologie eingefangen werden konnte. In der Mischung mit Tagetes entwickelt sich eine aufreizend sinnliche, feminine Harmonie aus Türkischer Rose, Florentiner Iris und Orangenblüte, abgerundet durch würzig-frische Anklänge von indischem Kardamom, Koriander aus der Ukraine und der Wärme von Zimt aus Madagaskar. In der Basisnote wird Sandelholz aus Mysore, malaysisches Patchouli und Bourbon-Vanille kontrapunktiert durch tiefe Ambra-Noten und die provozierende Sinnlichkeit der Tabakblüte, die köstlich auf der Haut verweilt. Während Vivienne Westwood an dem Duft arbeitete, erhielt sie eine Auswahl alter Parfums aus der Osmothèque in Versailles. Sie war völlig fasziniert: "Unter all den Düften war kein einziger, den ich nicht mochte, alle waren sie schön, und alle unterschieden sich voneinander, sie hatten alle etwas Besonderes, wirklich Individuelles. Und Boudoir hat diese Qualität, die zugleich unglaublich modern ist." Viburnum (viburnum prunifolium) Viburnum ist ein Strauch oder kleiner Baum mit einem kurzen, oftmals verdreht gewachsenem Stamm, fein gesägten Blättern, die sich im Herbst scharlachrot färben, und mit winzigen weißen Blüten. Die Heimat von Viburnum sind die USA. In Europa wurde Viburnum als Zierpflanze eingeführt. AuraScent®-Viburnum ist ein höchst ungewöhnlicher Duft, der für sich alleine genommen bereits wie ein Parfum wirkt. Es entfaltet eine prickelnd grüne Note, die an Hyazinthe, an die pudrige, orientalische Anmutung von Lilien und an würzige Nelken-Töne erinnert. Der Flakon - lebendig gestaltete Harmonie Der Flakon von Boudoir, entworfen von Fabrice Legros, wurde in Form eines Sockels kreiert, auf dem das Symbol Vivienne Westwoods, der goldene Reichsapfel, wie eine wertvolle Skulptur ruht. Der Flakon, ein kühn geschwungener Würfel mit klaren, modernen Linien, ist aus hellem, schwerem Glas erlesenster Qualität, inspiriert von mundgeblasenen Parfumflakons. Ein pinkfarbenes Label, auf das der Name der Modeschöpferin in Gold geprägt ist, ziert ihn; die Anhänger von Vivienne Westwood kennen es bereits als das Label der Haute Couture-Linie Gold Label. Die klassische Form des Flakons kontrastiert mit dem barocken Reichsapfel, und die Kombination aus Kugel und Quadrat schafft ein vollkommenes Gleichgewicht und hinterläßt einen bleibenden Eindruck. Die Faltschaltel ist völlig ungewöhnlich und dabei unverkennbar weiblich. Das an Magnolien erinnernde Pink der Signatur der Gold Label-Linie dient als Hintergrund für eine schöne rosige Sepiafarbe mit zart verwischter Patina, inspiriert vom Leineneinband eines alten Bandes mit Entwürfen von Watteau. Der Reichsapfel und die Signatur der Modeschöpferin erscheinen in üppigem Rotgold, während das Wort Boudoir halbfett in modernen, hochglänzenden Buchstaben von zartestem Magnolienrosa geprägt ist. Der schwarze Umriß eines winzigen Fauns, das schelmische, subversive Emblem, häufig von Vivienne Westwood eingesetzt, tollt vergnügt über den Angaben zu den Inhaltsstoffen, die in glänzendem Silber aufgedruckt sind. Die Kombination verschiedener Schriften in Gold und Silber verleiht der Faltschachtel eine besondere Qualität, so als sei sie, ähnlich wie die Auszeichnung eines königlichen Hoflieferanten, das Ergebnis der Arbeit vieler Jahrzehnte, während die aufregende Farbgebung und der Fettdruck von Boudoir ihr eine Anmutung von entschiedener Modernität und konsequentem Design geben. Der Reichsapfel symbolisiert die Welt, und zugleich ist er spezifisch britisch. Er gehört zu den Insignien der Monarchie. Die Königin von England hält ihn in der Hand, wenn sie die Sitzungsperiode des Parlamentes eröffnet. So weist er Vivienne Westwood als britische Modeschöpferin mit internationaler Perspektive aus. Der Reichsapfel symbolisiert die Tradition, während der ihn umgebende Satellitenring - an den Ring des Planeten Saturn erinnernd - die Zukunft darstellt, ein Symbol für Vivienne Westwood, die ihre Neuentdeckungen, die sie in ihre Kreationen einfließen läßt, stets ausdem Studium der Tradition bezieht. Die Akteure Duft: Martin Gras, Dragoco Flakon: Fabrice Legros Verpackung: Lancaster in Zusammenarbeit mit Vivienne Westwood Still lifes: Eric Zeziola Die Produkte Eau de Parfum Natural Spray 30 ml 49,00 EUR * Eau de Parfum Natural Spray 50 ml 69,00 EUR * Eau de Parfum Natural Spray 75 ml 89,00 EUR * * Unverbindlich empfohlener Verkaufspreis Seit November 1998 im Handel
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