InFamous

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Holt den erstbesten 9 Volt Block und testet aus, was passiert, wenn ihr mit eurer Zunge beide Pole berührt - oder lest unseren Review zu Sonys "inFamous"...

Es liebt bei dir...


Sucker Punch, die uns seit 2003 mit den Sly Cooper Jump 'n Runs verwöhnten sind zurück und bieten uns ein Open World Game der extraklasse. Vielleicht ein Karmatest? Auf jeden Fall gibt es viele Wege die nach Rom führen... Oder... vielleicht nicht Rom, aber an das Ende von Empire City. Diese fiktive Stadt ist der Wohnort des Helden Cole, der als einfacher Liferant ein Päckchen ausliefern sollte. Wie das halt so ist, war in dem Päckchen eine Bombe, die zum einen die ganze Stadt verwüstet und zum anderen die praktischen Elektro-Kräfte in euch wecken. Klar, Explosion, wilde Superhelden, damit will die Regierung nix am Hut haben. Also kurzerhand Mauern drum gezogen und alles dicht gemacht. Ist ja immer blöd, da gibts viele Handlanger die sich wichtig machen und irgendwer muss ja die Polizei ersetzen. Das könntest dann du machen. Oder auch nicht. Könntest auch alle einfach umbringen und ihre Lebensenergie saugen. MUHARHAR! An eurer Seite kämpfen mit euch einige Gefährten um Licht ins Dunkel zu bringen. Das Ziel ist es also herauszufinden wer und was für diesen Anschlag verantwortlich war und wieso das ganze passiert ist.

 

Entscheide selbst

Der Begriff Open World Game wird hier nicht neu erfunden, aber kann durchaus mithalten. Die Stadt ist riesengross und gespickt mit kleinen Zusatzmissionen, die den XP-Level steigern um z.B. neue Fähigkeiten zu erlernen. Was man aus anderen Spielen kennt ist das Entscheidungssystem, so werdet ihr immer zwischendurch zur Wahl gezwungen, ob ihr den Weg des Helden oder den inFamous-Weg geht. Das ganze sieht dann so aus, ob du den Einwohnern von Empire City beispielsweise die Essensvorräte lässt oder ob du sie alle tötest und alles für dich und deine Kumpel behältst. Das hat Einfluss auf die Aura, das Ansehen und die Fähigkeiten. Ihr lernt unterschiedliche Sachen und bekommt verschiedene Kräfte auf den jeweiligen Pfaden.
Der Titel geht nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr gut von der Hand, die Steuerung ist sehr intuitiv und die Buttonbelegung macht Sinn. Allein vom Zielen und von der Geschwindigkeit der Achsen können sich Titel wie Killzone 2 eine Scheibe abschneiden.

Hell Yeah! Ich grinde auf den Schienen!

Die Gegnervielfalt ist amtlich. Eure Widersacher sehen eher aus wie Freaks und Monster als irgendwelche Junkies und Handlanger, aber trotzdem toll designed. Endbosse finden sich auch wieder, leider sind alle zu einfach. Mit der richtigen Taktik werden sie keine grossen Gefahren darstellen.
Ein weiteres Spielziel ist die Elektrizität wieder herzustellen. So kommt ihr an neue Orte, stellt den Strom wieder her, lernt eine neue Fähigkeit und macht damit tolle Dinge (alle töten zum Beispiel). Leider hat auch dieser Titel mit Eintönigkeit zu kämpfen, was wohl nur ein Problem des Genres sein kann. Oftmals habt ihr die selben Aufgaben, und die Nebenmissionen bieten da auch keine grosse Abwechslung. Trotzdem macht es Spass mit neu erlernten Fähigkeiten in der Stadt rumzukaspern und viele coole Moves auszuprobieren. Werdet ihr trotzdem mal getroffen, so könnt ihr auch Knopfdruck Stromquellen ausfindig machen und denen wortwörtlich den Saft entziehen. Das ganze bringt nicht nur Lebenskraft sondern sieht auch noch unheimlich toll aus.

Hut ab!

Technisch gesehen macht das Spiel bei der Grösse eine sehr gute Figur. Die Stadt sieht schön zerrottet und mit viel Liebe zum Detail gestaltet aus. Aber auch wie bei GTA müsst ihr mit aufpoppenden Gebäuden rechnen, glücklicherweise passiert das nur, wenn ihr zum Beispiel ewig lang auf den Schienen durch die Stadt heizt. Am Anfang gibt es eine Ladezeit, die völlig vertretbar ist und im weiteren Spielverlauf bleibt alles schön im Fluss. Die Lichteffekte sind erwartungsgemäss ein Augenschmaus, ich hätte auch nichts anderes erwartet, bei einem Spiel dass sich mit Elektrizität befasst. Verpackt und geschmückt ist inFamous sonst im Comic-Stil. Keine richtigen Videosequenzen, eher eben ein Comic. Der Zeichenstil ist wirklich genial und ist toll illustriert. Ebenfalls auf der auditiven Seite: Der Sound hört sich sehr gut an und besonders bei den Angriffen und jeglicher Verwendung/Berührung mit Strom kann man die Elektrizität förmlich knistern hören. Sogar die deutschen Sprecher machen ihre Sache... besser... Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels!
Der Umfang ist eher durchschnittlich was das genre angeht. Mit 12-14 Stunden könnt ihr das Spiel auf einer Seite durchhaben und alles freischalten. Aber es lohnt sich das Spiel einmal als inFamous und einmal als Held abzuschliessen.

Fazit

inFamous hat dem geschätzten Redakteur sehr gut gefallen. Open World hin oder her, man will ja doch wissen wie es weitergeht und alles freischalten. Fans des Genre sollten definitiv zugreifen. Man wird verwöhnt mit einem technisch versierten, spassbringenden, actiongeladenen Sony PS3 Exclusive! Die Eintönigkeit ist wohl ein Manko der Open World Games und die aufpoppenden Gebäude sind auch noch vertretbar. Alle die ich nicht überzeugen konnte, sollten sich das Spiel mal in der Videothek ausleihen, es hat eine Chance verdient!

Positiv:

- Viele coole Fähigkeiten
- Entscheidungsmöglichkeiten
- Zwei Wege das Spiel zu bestreiten
- Gute Grafik, guter Sound
- Comic Präsentation

Negativ:
- Teils eintönig
- aufpoppende Elemente
- Nicht gerade der längste Open World Titel


Yannick De Decker
About the author:

...schrie er aus, als sein Blick von seiner immer größer werdenden Filmsammlung zu dem Bildschirm seines Macs schwenkte.

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